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Epistemologie (Philosophie)

Dieser Text beschreibt Epistemologie (Philosophie).


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Epistemologie (Philosophie) Artikel

Die Epistemologie ( griech. episteme : "Wissenschaft") eigentlich: die Lehre von der Wissenschaft - genannt in dem Deutschen und vor allem in dem Englischem vornehmlich sinnverwandt die Erkenntnistheorie, die Gnoseologie.

Buch-Tipp: Die Abwesenheit des Weiblichen Das Buch "Die Abwesenheit des Weiblichen" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Definition der Epistemologie in Frankreich

Im Französischen wird, ausgehend von der Etymologie: Episteme - Wissenschaft, Gnosis - Erkenntnis, zwar bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts zwischen Epistemologie und Erkenntnistheorie unterschieden; der Begriff "Epistemologie" wurde jedoch bis fast zu dem Ende des 20. Jahrhunderts noch zur Nennung der "Philosophie der Wissenschaften", aber in einem bestimmten Sinne (André Lalande , Vocabulaire technique et critique de la Philosophie, Paris 1947) unexakt benutzt. In dem gegenwärtigen Denken wird der Unterschied zwischen Erkenntnistheorie und Epistemologie mit dem Absicht betont, die Fragen der Wissenschaften unter ausdrücklichem Ausschluss "traditioneller" philosophisch-weltanschaulicher Grundfragen zu erforschen.

Buch-Tipp: Epistemologie freien Denkens. Die logische Idee in Hegels Philosophie des endlichen Geistes Die Beschreibung für das Buch "Epistemologie freien Denkens. Die logische Idee in Hegels Philosophie des endlichen Geistes" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Zweck der Epistemologie

Eigentlicher Zweck ist es, den philosophischen Materialismus unberücksichtigt zu lassen. Aufgabe der Epistemologie sei "zu erforschen, wie wissenschaftliche Begriffe entstehen und sich ändern, wie sie von Wissenschaft zu Wissenschaft wechseln, wie das Feld einer Wissenschaft entsteht, nach welchen Regeln sie sich durch sukzessive Mutationen reorganisiert und wie, bezogen auf ihre eigenen Regeln, die wissenschaftliche Praxis sich ihrer eigenen Methode bewußt wird" (La Philosophie, hrsg. von A. Noiray, Paris 1969).

Buch-Tipp: Homo Sapiens und Homo Faber: Epistemische Und Technische Rationalitat in Antike Und Gegenwart - Festschrift Fur Jurgen Mittelstrass Die Beschreibung für das Buch "Homo Sapiens und Homo Faber: Epistemische Und Technische Rationalitat in Antike Und Gegenwart - Festschrift Fur Jurgen Mittelstrass" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet...

Bachelard als eigentlicher Begründer der Epistemologie

Seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts hat sich die Epistemologie in Frankreich als eine Richtung der gegenwärtigen Philosophie konstituiert. Als "authentischer Begründer der gegenwärtigen Epistemologie" (Jean Hyppolite ) muss Gaston Bachelard angesehen werden, der die Epistemologie als "einen neuen Typ der Philosophie", als das "Selbstbewusstsein" der Wissenschaften genannte und diesen neuen Typus der Philosophie - in dem Anschluss an die Phänomenologie - sowohl der damaligen spiritualistischen Universitätsphilosophie (Louis Lavelle , René Le Senne , Emile Chartier Alain u.a.), welche die Beschäftigung der Philosophie mit Fragen der Wissenschaften ablehnte, wie auch dem Neopositivismus, welcher die logischen Behandlungen in den Mittelpunkt stellte, entgegensetzte.

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Philosophische Positionen der Epistemologie

Bachelard und seine Nachfolger haben die Positionen der idealistischen Philosophie nie verlassen und bewegen sich, ungeachtet der Verschiedenheit ihrer Ideen, zwischen zwei Varianten des subjektiven Idealismus: Phänomenologie und Positivismus. Gemeinsam ist ihnen die Verneinung des Widerspiegelungscharakters der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Negierung der objektiven Wahrheiten. In "Nouvel esprit scientifique" (Paris 1934) und "La philosophie du non. Essai d'une philosophie de nouvel esprit scientifique" (Paris 1940) formuliert Bachelard die grundlegenden Thesen seines idealistischen Rationalismus, mit denen er ausdrücklich an Henri Bergsons Auffassungen über "intuition", "schöpferische Evolution", "Elan vital" u.a. anknüpft.

Die Wissenschaften betrachtet er als eine besondere Art der Rationalität, sie sind Innovation, Schöpfung. Da jede Wissenschaft eine besondere Art der Rationalität, der Subjektivität darstellt und die Rationalität somit ca. "regional" ist, befürwortet Bachelard einen "epistemologischen Pluralismus", der die positivistische Trennung nicht ca. zwischen den einzelnen Wissenschaften, sondern auch zwischen den Wissenschaften und der Philosophie gleichkommt. Die Spezifität einer jeden Wissenschaft wird verstärkt von den Vertretern der neueren Epistemologie vorgebracht, die von einem "nouvel esprit scientifique" sprechen (z.B. Michel Serres ) und dies als Hauptargument gegen jede philosophische Fragestellung betrachten.

Buch-Tipp: Nach Feierabend 2006. Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte. Die Suche nach der eigenen Stimme Um ausführliche Informationen zum Buch "Nach Feierabend 2006. Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte. Die Suche nach der eigenen Stimme" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Begründung einer strukturalistischen Epistemologie

Die Vertreter der Epistemologie räumen der Wisssenschaftsgeschichte einen besonderen Platz ein. Gegen jene positivistische Geschichtsschreibung, die die Geschichte primitiv linear deutet, heben die Epistomologen, was vor allem in der These von der "histoire récurrente"("retrospektive Geschichte") zu dem Ausdruck kommt, Diskontinuität und rationalistisch-konstruktivistische Züge hervor. An diese Auffassung knüpft Michel Foucault in "Les mots et les choses" (Paris 1966) und "L'archéologie du savoir" (Paris 1969) an, die die Auseinandersetzungen um die Epistemologie in Frankreich belebten und den Versuch darstellten, eine strukturalistische Epistemologie auszuarbeiten.

Buch-Tipp: Philosophinnen im dritten Jahrtausend. Ein Einblick in aktuelle Forschungsfelder Das Buch "Philosophinnen in dem dritten Jahrtausend. Ein Einblick in aktuelle Forschungsfelder" ist leider ohne Beschreibung. Klicken Sie auf den Link über diesem Text um zu der Seite des Buchhändlers zu gelangen. Beim Klicken ö ffnet sich automatich ein neues Fenster mit dem Entsprechenden Buch.

Der zentrale Begriff der Epistemologie: "Episteme"

Der zentrale Begriff dieser Epistemologie ist der Begriff "Episteme", mit ihm ist die unbewusste Struktur des Denkens jeder Epoche gemeint, die den Wissenschaften das Gepräge gibt. Mit dem Begriff "Episteme", d.h. mit der These von der unbewussten Struktur des Denkens, ist der "theoretische Antihumanismus" der strukturellen Epistemologie verbunden, der in der Absichtstellung gipfelt, "sogar die Idee vom Menschen in der Forschung und in dem Denken überflüssig zu machen"(Foucault, Absage an Sartre, in: Alternative 1967, H.54). Die Auseinandersetzung der strukturalen Epistemologie mit der subjektivistischen, psychologisierenden Betrachtungsweise, mit dem abstrakten Humanismus kann ca. notdürftig die für das Denken charakteristische Trennung der Wissenschaften, einschließlich der "Wissenschaften vom Menschen", von der Gesellschaft verhüllen, wie sie in der Epistemologie bei der Analyse des "Diskurses " - der Sprache, betrachtet als synchron zusammenwirkendes autonomes System - und der mit ihr erzeugten Pseudoobjektivität zu dem Ausdruck kommt.

Buch-Tipp: Symétries, brisures de symétries et complexité dans les mathématiques, la physique et la biologie: Essais de philosophie naturelle Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Symétries, brisures de symétries et complexité dans les mathématiques, la physique et la biologie: Essais de philosophie naturelle". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler...

Versuch, eine Epistemologie auf marxistischer Grundlage zu begründen

In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts unternahm Louis Althusser den Versuch, eine Epistemologie auf marxistischen Grundlagen auszuarbeiten, die sich auf eine neue "epistemologische Lektüre" des Marxschen "Kapitals" gründen sollte. Sein Versuch sollte vor allem dem Mechanismus der subjektivistischen und abstrakt humanistischen Fehlinterpretation der marxistischen Grundlagen entgegentreten. Dabei stützte er sich jedoch weitgehend auf die Thesen von Bachelard und Foucault, worin mit dem "epistemologischen Schnitt" Ideologie und Wissenschaft gegenübergestellt wurden, womit er allerdings mit der marxistischen Betrachtungsweise teilweise in Konflikt geriet.



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Ein sehr guter Artikel, aber ich kann nicht erkennen, warum er nicht unter Erkenntnistheorie eingearbeitet ist. Denn Epistemologie ist nichts anderes als das Fremdwort für Erkenntnistheorie. Ich fände es klasse, wenn sich jemand findet, die beidie Beschreibung zusammenzuführen. Vielen Dank! Frommbold 23:10, 13. Aug 2004 (CEST)

Hier wird nach meinem Verständnis durchaus etwas anderes dargestellt als die Erkenntnistheorie, denn hier geht es um eine jüngere, vor allem französisch dominierte Denkrichtung, die sich bewußt von den herkömmlichen Erkenntnistheorie absetzen will. Vielleicht sollte das in dem Artikelanfang deutlicher hervorgehoben werden. --Sigune 02:09, 17. Aug 2004 (CEST)

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